Zarathustra 2007

„Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll.“ Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra – Ein Buch für Alle und Keinen (1885)

In Also sprach Zarathustra entfaltet der Philosoph Friedrich Nietzsche seine Vision vom Übermenschen. Doch wie viel Übermenschlichkeit verträgt der Mensch? Ist ein Leben ohne die Zwänge und die Grenzen des Menschlichen überhaupt erstrebenswert? Ist Nietzsches Vision also Ausdruck einer maßlosen Selbstüberschätzung oder einer überfälligen Befreiung von den Zwängen des Menschlichen?

Im Projekt Zarathustra 2007 machte sich eine Gruppe junger Performer mit Hilfe der Methode des theatralen Philosophierens auf den Weg, um die aktuelle Bedeutung von Nietzsches Text auszuloten. Sie wagten dabei das Experiment, Nietzsches Denken in einem Kirchenraum theatral zu interpretieren. Im Rahmen einer Performance sollten so Konsequenzen und Widersprüche im Denken des erklärten Anti-Christen Nietzsche gleichermaßen sinnlich und intellektuell erfahrbar werden.

Zarathustra 2007 ist eine Einladung zum Wahrnehmen und Mitdenken an der Schnittstelle zwischen Theater, Philosophie und Religion.