Realität/Platon

Sind die Dinge, die wir wahrnehmen, real oder doch nur Schatten und Abbildung der Realität? Was hält uns in der Höhle des Alltags fest? Was muss passieren, damit wir aus dieser ausbrechen und nach Erkenntnis streben? Und was kommt dann nach der Erkenntnis?

Zehn junge Erwachsene interpretieren Platons Höhlengleichnis, um darin auch ihre eigenen Vorstellungen von Realität zu entdecken. Die Frage ist, wer überhaupt über die Realität der Realität entscheidet und ob alle Menschen die gleiche Realität wahrnehmen.

Die Ausgangssituation dieser Erkenntnissuche ist ein Wohnzimmer; eine Höhle, die jeden von uns täglich umgibt. Die Performer versuchen den Aufstieg aus dieser Höhle – durch Labyrinthe, durch Licht und Schatten, zwischen Ratlosigkeit und Hoffnung. Sie forschen in dunklen Ecken, fragen bei Platon nach und versuchen, der Realität auf die Spur zu kommen.

In einem intensiven fünfmonatigen Probenprozess diente Platons Höhlengleichnis als Arbeitsgrundlage und Inspiration. Am 23. Februar 2012 präsentierte die Projektgruppe Theatrales Philosophieren zum vierten Mal ihre Ergebnisse am Ernst Deutsch Theater in Hamburg.